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Timanfaya Nationalpark Lanzarote : Feuerberge Drucken E-Mail

Als sei der Vulkanausbruch erst gestern gewesen:
Der "Parque Nacional de Timanfaya Lanzarote" mit "Lanzarotes Feuerbergen" ist ein einzigartiges Naturereignis

Lanzarote
Der Timanfaya DiaboloLanzarote ist eine gut überschaubare Insel, die viele Attraktionen und besonders einzigartige Naturereignisse dicht nebeneinander bietet. Ausflüge über Land werden zu angenehmen Bummeltouren, bei denenen man aus dem Staunen oft nicht heraus kommt. Zu den Dingen, die man auf der 800 qkm großen Insel gesehen haben muss, gehört der beeidruckende Nationalpark Timanfaya (Parque Nacional de Timanfaya). Das Lavagebiet der Feuerberge im Südwesten mit einer Ausdehnung von ca. 200 qkm - etwa ein Viertel der ganzen Insel.

Die zum Naturschutzgebiet erklärten "Montañas del Fuego" (Lanzarote Feuerberge) waren das Zentrum einer vulkanischen Katastrophe, deren Höhepunkt kaum mehr als 270 Jahre zurück liegt. Über sechs Jahre hinweg, von 1730 bis 1736, brachen die Berge auf, glühende Lava quoll aus dem Inneren der Erde heraus und verwüstete ganze Dörfer, verschlang das fruchtbare Land der Bauern samt Vieh und Hof.

Timanfaya Panorama
Bild: Blick in die Timanfaya Feuerberge - eine Aufnahme aus dem Autobus von der Rundfahrt.


Erzählungen berichten, dass sich unter gewaltigem Getöse mit betäubendem Lärm die Erde auftat und die Berge stinkende Asche und Feuersglut in den Himmel gespuckt haben. Die Sonne verdunkelte sich für lange Zeit und es regnete giftige Asche und glühende Lavabrocken. Die Kühe seien auf den Feldern tot umgefallen und die Bergziegen hätten vor Wahnsinn so lange mit den Köpfen gegen den Fels geschlagen, bis auch sie tot waren. Die Menschen, die es schaffen konnten, flohen mit Booten auf andere Inseln. Der große Ausbruch war zwischen 1730 bis 1736 - 6 Jahre lang. Erst dann beruhigte sich die Insel wieder. 1824 fand nochmals ein bisher letzter und vergleichsweise schwacher Ausbruch statt.

Nichts ist mehr übrig von der einst fruchtbarsten Region der Insel, wo Dörfer standen, die Bauern Kühe weideten und dank des milden Klimas reiche Ernte einfuhren. Heute sieht man hier die größten zusammenhängenden Lavafelder mit ca. 200 qkm Fläche.

Timanfaya Restaurant El Diabolo
Bild: Blick auf das Touristenzentrum, von dem aus die Busrundfahrten durch den Nationalpark stattfinden. Das von César Manrique geplante und gestaltete Restaurant/Café "El Diabolo" bietet einen einzigartigen Rundblick über die Feuerberge von Lanzarote. Bis zum Restaurant kann mit dem Privat-Auto gefahren werden.


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Timanfaya Feuer unter der ErdeWer mit dem Auto die Straße von Yaiza zum Timanfaya Nationalpark fährt, spürt schon das Unheimliche und gleichzeitig faszinierende der schwarzen Lavafelder mit den rostig rot leuchtenden Bergen und Vulkankegel. Vorbei an dem Parkplatz, wo man auf dem Kamelrücken durch die Lavalandschaft reiten kann, fährt man bis zum Zentral-Parkplatz im Nationalpark. Die Einfahrt bis zum Restaurant "El Diabolo" (Der Teufel) kostet Eintritt pro Person, der unten an der Einfahrt bereits erhoben wird.

Vom Parkplatz aus fahren alle zehn Minuten Busse durch die Vulkanberge und gigantischen Eruptionen. Auf schmalen Sraßen fahren die Busse zirka 10 Kilometer lang abenteuerlich durch den atemberaubenden Naturpark - und es wird ganz ruhig, wenn alle durch die Fenster in offenen Krater, auf riesige Aschefelder, in gigantische Lavahöhlen und auf bizzar erkaltete Felsformationen blicken.

Im Eintritt ist die ca. 20 minütige Busrundfahrt im klimatisierten Bus mit Information in Spanisch, Englisch und Deutsch enthalten. Der Bus hält ab und an für Ihre Fotos... Die Kamera sollte also unbedingt mit dabei sein, denn so nahe kommen Sie so schnell sicher nicht mehr an Vulkankegel und Asche-Felder, die so wirken, als seien sie gestern erst entstanden.


Timanfaya Volcan

Man meint, die kochende Erde sei gerade eben ins Meer gezischt und scharfkantig, aufbäumend schwarz erloschen. Hier spürt man hautnah, wie unbedeutend der Mensch ist und welche Kraft die Natur im Inneren der Erde hat! Ja, man meint das Gefühl zu haben, als könnte jeder der Vulkane in ein paar Minuten wieder ausbrechen...

Timanfaya WasserdampfGott sei Dank wieder zurück am Restaurant und Busparkplatz kann man noch einen Blick in den offenen, glühenden Krater werfen und erleben, wie Stroh, das hineingeworfen wird, sofort zu brennen beginnt, oder wie Wasser, das in ein Erdloch geschüttet wird, in Sekunden als krachende Dampf-Fontaine aus dem Fels in den Himmel gespuckt wird (Bild rechts). In 6 Metern Tiefe herrschen hier nämlich schon einige hundert Grad Celsius!

Die immer noch große Hitze nur wenige Meter unter den Füßen kann man spüren, wenn man um die Ecke des Glasbäudes geht und die Hände an die Lavafelsen hält. Hier sind es schon einige Grad Hitze und die Lavasteinchen sind schon heiß auf der Hand...
Im Restaurant "El Diabolo" werden Hühnchen und "Conejo" (Kaninchen) auf dem Grill gegart, der ausschließlich mit der Erdhitze betrieben wird. Der Grillrost kliegt über einem Erdloch, aus dem die Gluthitze nach oben strömt.

Durch die äußerst geringen Niederschläge auf der Südseite der Insel konnte hier über die Jahrzehnte nur wenig Vegetation entstehen, und so liegt das Gebiet heute noch fast so da, wie einst nach Ende der Ausbrüche im Jahre 1737.


Timanfaya en el Prima VeraIn der Winterzeit wenn es regnet, zieht sich schnell ein grüner Flaum über die Felsenfelder und man erkennt, welche ungeheure Naturkraft hier trotz der Trockenheit unter der Ganzjahres-Sonne steckt. Bei entsprechender Feuchtigkeit wachsen sofort Gräser, Büsche, sogar gelbe, weiße und blaue Blumen, Kaktus-Blüten sind zu entdecken auf den schwarz-braunen Lavafeldern und Bergrücken. Flechten finden sich überall in den Ritzen und Löchern des erstarrten Gesteins und bilden gelbe und weiße Farbtupfer inmitten der schwarzbraunen Steinwüste.

Wir empfehlen die Fahrt in den "Parque Nacional de Timanfaya" - aber nehmen Sie Sonnenschutz und etwas zu trinken mit. Im Restaurant "El Diabolo" können Sie essen, es gibt Kaffee, Kuchen und Erfrischungsgetränke und hier kann man den Blick über die Lavafelder genießen.



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